kristin brunner

 

 

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snag, 2006

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Warum besuchen Menschen so gerne den Zoo? Neugierde, unbändige Schaulust und die Sehnsucht nach Fremde und Exotik sind wohl die Hauptgründe. Dabei stehen die oftmals erschreckende Unwissenheit und aberwitzige Mutmaßungen der Zoobesucher über Verhalten und Gemütszustände der Tiere im grobem Kontrast zur ihrer fast schmerzhaften Sehnsucht Kontakt aufzunehmen und mit den fremden Kreaturen zu kommunizieren. Die Tiere dagegen scheinen die Besucher nur dann wahrzunehmen wenn sie sich grob gestört fühlen oder sich noch mehr langweilen als sonst.

Der Film snag handelt von dieser Situation die gekennzeichnet ist von Beobachten und beobachtet werden, von vergeblichem Kommunizieren, von ständigem Stören und endloser Langeweile.

Der ganze Film und sein Titel „Snag“ beziehen sich auf das Musikstück „Glitch“, der englischen Komponistin Jo Thomas, das die Tonspur des Films bildet. Die Musik, komponiert ausschließlich aus maschinell erzeugten Warnsignalen, strukturiert den Film, verleiht ihm seine Grundstimmung, spricht für die Tiere und lässt ihre Situation spürbar werden.

Um diesen Filmausschnitt sehen zu können, benötigen Sie einen Quick Time Player, der u.a. bei quicktime7.videoinhalt.com kostenlos downloadbar ist.

To see the film clip you will need a quick time player, which you can download at quicktime7.videoinhalt.com

 

Why do people like to go to the zoo? Curiosity, sensationalism and the yearning for strangeness and exoticism seem to be the main reasons. It is interesting to note the strong contrast between the astounding ignorance and crazy assumptions visitors display concerning the behaviors and emotions of the animals and their almost painful desire to establish contact and to communicate with these strange creatures. Whereas the animals do not seem to notice the visitors, unless they feel grossly disturbed or even more bored than usual.

The movie ‘snag’ shows this situation of observing and being observed, of futile attempts at communication, of constant disturbances and endless boredom.

The film and its title ‘snag’ relate to the underlying musical score based on the composition ‘glitch’ of the English composer Jo Thomas. The music, totally composed of mechanically produced warning signals, structures the movie, produces the underlying mood, speaks for the animals and makes their situation tangible.

 

 

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