kristin brunner

 

 

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and he stopped, 2007

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„Parameter 4. Der Tod kann gezähmt, der blinden Gewalttätigkeit der Naturkräfte entkleidet und ritualisiert werden, er wird jedoch nie als neutrales Phänomen erlebt. Er bleibt stets ein mal-heur, ein Unglück zur Unzeit.“ 
Philippe Ariès (Geschichte des Todes)

Im Unterschied zu meinen anderen Arbeiten ist „and he stopped“ eine sehr persönliche Arbeit. Am Abend des Tages als mein Großvater starb, haben mein Bruder, meine Mutter und ich uns recht spontan zusammengesetzt, um die Ereignisse, die wir gerade durchlaufen hatten, zu erzählen und auf Film aufzuzeichnen. Das Unglück geschah nicht nur zu einer Unzeit, sondern auch an einem Unort.

Der plötzliche Tod in einem Krankenwagen ist von dem Verwaltungsapparat, der in unserer Gesellschaft den Tod reguliert, in der Regel nicht vorgesehen. Man wusste plötzlich nicht mehr weiter, was mit der Leiche zu tun sei, wie mit den Angehörigen zu verfahren sei. Wir wurden durch einen Strom skurriler, erschreckender aber auch lustiger Ereignisse gezerrt, die in einem kleinen Nebenraum in der Gerichtsmedizin München endete.

Das Thema der Arbeit „and he stopped“ sind nicht so sehr die Ereignisse des Tages oder der Tod meines Großvaters, sondern unser Zustand beim Erzählen. Die technische Verzerrung der Bilder und der Off-Ton verdeutlichen die Verwirrung und Zerrissenheit unserer Gefühle.

 

 

Um diesen Filmausschnitt sehen zu können, benötigen Sie einen Quick Time Player, der u.a. bei quicktime7.videoinhalt.com kostenlos downloadbar ist.

To see the film clip you will need a quick time player, which you can download at quicktime7.videoinhalt.com

 

 

Ansicht Raumistallation zum Film//Installation view

 

“Parameter 4. Death can be tamed. It can be stripped of nature’s violence and be ritualized. It will, however, never be experienced as a neutral phenomenon. It will remain always a mal-heur, an untimely tragedy….”
(Philippe Aries (Geschichte des Todes)

In comparison to my other artwork “and he stopped” is a very personal piece. On the evening of my grandfather’s death, my brother, my mother and I sat together spontaneously and filmed our narrations of the events of the day. The misfortune happened not only at the wrong time but also in the wrong place.

Sudden death in an ambulance is generally not foreseen by the bureaucracy that regulates death in our society. Suddenly nobody knew how to proceed – what to do with the corpse, how to treat the bereaved. We were pulled through a vortex of bizarre, scary and strangely funny incidents that ended in a small storage room at the morgue.

The topic of “and he stopped” is not the death of my grandfather or the events of the day. It is our mood while talking about the experience. The technical distortions of the pictures and the dissonance of the audio illustrate our confusion and our conflicting emotions.

 

 

 

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